8 Tipps für eine entspanntere Morgenroutine mit Schulkind und Vorschulkind
- vor 12 Stunden
- 4 Min. Lesezeit
Zeitgleich mit den Kindern aufzustehen sorgt meistens für einen eher unruhigen, vielleicht sogar hektischen Start in den Tag. Da ich es in letzter Zeit aber einfach nicht geschafft habe, früher aufzustehen, sondern den 6-Uhr-Wecker regelmäßig ignoriert habe, habe ich meine Routine geändert. Statt mich weiter darüber zu ärgern, dass es nicht so läuft wie gewünscht, habe ich anders Ruhe in meinen Morgen gebracht und auch Wege gefunden, wie die Kinder morgens motivierter sind, ihre Morgenroutine umzusetzen. Hier sind meine Tipps für eine Morgenroutine mit Kindern – zwischen ruhigem Start in den Tag und pünktlichem Rauskommen:
Tipp Nr. 1: geräuschloses Aufwecken durch Licht
Ich habe mir im Winter einen Lichtwecker besorgt, um schon das Aufwachen geräuschlos und somit ruhiger zu gestalten. Die Lichtstärke baut sich nach und nach auf, sodass man ganz sanft geweckt wird, sobald man es wahrnimmt.
Tipp Nr. 2: Esstisch am Abend davor vorbereiten
Manchmal decke ich den Tisch schon direkt mit den Sachen, die wir fürs Frühstück brauchen werden. Das ist dann wie eine Einladung an mich selbst morgens: Das Aufstehen fühlt sich einfacher an, wenn eine Aufgabe sozusagen schon erledigt ist. Wenn ich ihn nicht ganz decke, dann achte ich darauf, dass wenigstens nichts mehr vom Tag davor draufsteht und er sauber ist – Unordnung bewirkt bei mir ganz schnell Unruhe, und wenn ich das erst noch erledigen müsste, würde ich schon verärgert in den Tag starten.
Tipp Nr. 3: Dinge für die Kinder in der Küche griffbereit aufbewahren
Eine der Sachen, die mich am meisten stresst, ist ständig nach etwas gefragt zu werden. Durch eine Schublade auf Kinderhöhe spare ich mir zumindest, dass die Kinder für Teller und Schüsseln etc auf mich angewiesen sind. Alles, was sie zum Frühstücken brauchen, können sie sich selbst holen. Die Schublade ist nicht nur beim Frühstück Gold wert – weshalb ich sie gerne «geopfert» habe, obwohl wir in unserer kleinen Küche kaum Schubladen haben -, sondern auch bei allen anderen Mahlzeiten.
Tipp Nr. 4: kurze Bewegung einbauen
Sich ein paar Minuten am Morgen bewegen ist besser als gar nicht – klar vermisse ich meine 20 Minuten Bewegung direkt nach dem Aufstehen, als ich es geschafft habe, um 6 Uhr morgens aufzustehen. Aber ich habe immerhin einen Weg gefunden, trotzdem etwas in Bewegung zu kommen, indem ich direkt nachdem die Kinder mit Essen versorgt sind in die Küche oder auf den Balkon gehe, um Wadenheben und einen Sonnengruß zu machen. Das geht relativ schnell (und lässt sich auch machen, während der Kaffee läuft), und gibt mir dabei trotzdem einen kleinen Impuls von Körper spüren, Kraft entwickeln, durchatmen und dehnen. Vor allem, wenn ich für den Sonnengruß auf den Balkon kann, weil das Wetter schon so früh mitspielt (immer öfter zurzeit), ist das ein richtig schöner, entspannender Moment ganz für mich selbst.
Tipp Nr. 5: Kleidung am Abend bereitlegen und möglichst alleine ins Bad gehen
Ich lege mir meine Kleidung für den nächsten Tag ins Bad und schaue, dass ich entweder als erstes nach dem Aufstehen, wenn die Kinder nicht direkt auch aufgestanden sind, oder nach meiner Bewegung, während sie noch frühstücken, ins Bad gehe, und mich komplett für den Tag fertig mache. Das dauert nicht allzu lange, also klappt das zeitlich, und es gibt mir ein paar Minuten alleine, in denen ich nur auf mich achte (naja, natürlich klappt das mal mehr, mal weniger gut…). Da wir auch nur ein Bad (zu viert) haben, ist es so auch wesentlich entspannender, wenn ich das Bad schon früh nicht mehr brauche.
Die Kleidung von den Kindern legen wir auch schon bereit, inklusive Unterwäsche. Jeder Griff weniger am Morgen sorgt für einen reibungsloseren Verlauf.
Tipp Nr. 6: externe Erinnerung an die Uhrzeit
In meiner Armbanduhr kann man Vibrationsalarme einstellen, und das mache ich mir ganz schön oft im Alltag zunutze. Der erste ist für 7:18 Uhr programmiert. Die Uhrzeit bedeutet, dass die Kinder das Frühstück nun langsam beenden und anfangen müssen, sich fertig zu machen (die Uhrzeit ist übrigens über trial & error entstanden und klappt im Moment ganz gut). Die Kinder wissen schon, was es bedeutet, wenn meine Uhr vibriert, und ihnen hilft dieser externe Hinweis auch irgendwie mehr als wenn Mama ihnen einfach nur sagt, es sei Zeit, sich fertig zu machen. Apropos externer Hinweis: Ohne den Alarm würde ich ständig auf die Uhr gucken, aus Angst, dass die Zeit plötzlich knapp wird und wir zu spät loslaufen. Stattdessen vibriert die Uhr nach dem ersten Alarm alle 10 Minuten und hilft mir dabei, den Fokus auf den wichtigen Dingen zu lassen, ohne sich zum Beispiel vom auf die Uhr gucken ablenken zu lassen (und 10 Minuten können ganz schön schnell um sein…).
Tipp Nr. 7: eine Art Spiel nutzen, um den Ablauf zum fertig machen zu vereinfachen
Ich merke immer öfter, dass Probleme im Alltag mit Kindern schneller spielerisch gelöst sind als durch anderes. Und da ein Problem während unserer Morgenroutine war, wer von den Kindern zuerst ins Bad geht, kam mir in den Sinn, eine Art Kartenspiel mit Elementen der Morgenroutine zu erstellen. In der Größe einer Uno-Karte begleiten uns nun morgens sechs Routinekarten, von denen sie nach dem Frühstück jeweils eine ziehen können; nachdem die «Aufgabe» darauf erledigt ist, wird die nächste Karte gezogen, und so weiter.
Weitere Möglichkeiten, dieses spielerische Element in den Morgen zu bringen, könnte ein Würfel sein, und jede Zahl ist einer Tätigkeit zugeordnet. Oder man schreibt die Tätigkeiten auf kleine Zettel, die man dann aus einem Behälter ziehen muss.
Tipp Nr. 8: kein Handy nutzen
In den letzten Monaten habe ich es noch mehr gemerkt, wie viel Zeit ich unbewusst am Handy verbringe; wie leicht ich abgelenkt werde und wie schnell sich da einiges an Bildschirmzeit ansammelt. Morgens ist das einzige, das ich mit dem Handy tue, den Wecker zu deaktivieren, und es später einzupacken, wenn wir losgehen. Ich höre nichts nebenbei, auch wenn die Kinder noch schlafen, ich checke keine Nachrichten, nichts. Und ich weiß, dass das sehr viel ausmacht bei meinem entspannteren Start in den neuen Tag.
Wie diese Tipps konkret am Morgen verlaufen habe ich übrigens in diesem Video auf YouTube gezeigt. Was ist für euch das Wichtigste an eurem Morgen? Ich freue mich auf eure Kommentare hier oder unter dem Video!



Kommentare